Übungswochenende des THW Erfurt – Technik, Taktik und Teamgeist

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Erfurt,

Ein intensives Übungswochenende liegt hinter uns. Beteiligt waren die Fachgruppen Trinkwasserversorgung (TW), die Fachgruppe Führungsunterstützung (F) sowie die Zugtrupps des Fachzugs und des Technischen Zugs. Ziel war es, technische Abläufe zu trainieren, Führungsstrukturen zu festigen und die Zusammenarbeit über Einheiten hinweg zu stärken.

Die Fachgruppe TW startete bereits am Freitag mit dem Aufbau ihrer Anlage. Nach einer umfassenden Sicherheitseinweisung wurde eine Chlorlösung zur Desinfektion der Anlage angesetzt – ein nicht ungefährlicher, aber notwendiger Schritt, der höchste Sorgfalt erforderte. Im Vordergrund stand die Trinkwasserhygiene, was die Einhaltung der Trinkwasserverordnung und der THW-internen Vorgaben beinhaltet.

 

Anschließend wurde die sogenannte Chlorzehrung überprüft, um eine gleichbleibende Desinfektionsleistung sicherzustellen. Hierzu wurden die Chlorwerte alle 30 Minuten gemessen. 

Eine mikrobiologische Prüfung des Ausgangswassers wurde im Brutkasten eingelagert und nach Reifezeit auf auf E. coli und Enterokokken getestet.

Ein zentrales Thema war auch die mikrobiologische Reinigung der Rohre und Schläuche.

 

Nach erfolgreichem Testlauf der Anlage wurde diese wieder fachgerecht zurückgebaut. Die Rohre wurden getrocknet und für die Lagerung vorbereitet. 

 

Parallel dazu trainierten die Führungsunterstützung und die Zugtrupps im Rahmen eines anspruchsvollen Planspiels. Das Szenario: Ein starkes Erdbeben erschüttert Erfurt. Die Fachgruppe Führungsunterstützung übernahm die Übungsleitung, während die beiden Zugtrupps jeweils einen Unteren Einsatzabschnitt (UEA) betreuten.

 

Ihre Aufgaben: die Einrichtung und der Betrieb einer Zugbefehlsstelle. Dazu gehören das Annehmen und strukturierte Abarbeiten von Einsatzaufträgen. Die Übungsleitung spiegelte dabei die Aufträge, um Fehlerquellen und mögliche Überlastungen sichtbar zu machen. Zudem wurde der Lagewechsel zwischen Zugtrupps und Zugführung geübt – ein wichtiges Element für die Einsatzrealität. Die reine Übungszeit belief sich auf 14 Stunden – eine bemerkenswerte Leistung.

 

Abseits der intensiven Übungseinheiten wurde am Abend das 20-jährige Dienstjubiläum eines Helfers gefeiert. Gemeinsam wurde gegrillt, am Feuer gesessen und im Ortsverband übernachtet. In entspannter Runde fiel dem Zugführer mit einem Augenzwinkern auf: „Die alten Hasen erkennt man daran, dass sie direkt nach Dienstschluss die Badeschlappen anziehen.“ Das sorgte für herzhafte Lacher und war ein guter Start in einen schönen Gemeinschaftsabend.

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