05.12.2020

Faszination Helfen

Bundesweit engagieren sich rund 80.000 Ehrenamtliche beim Technischen Hilfswerk und sind bereit, sich für Menschen in Notsituationen einzusetzen. Wir haben gefragt, was sie hierzu bewegt, warum sie sich mit Begeisterung und hohem Engagement ehrenamtlich engagieren.

Faszination Ehrenamt. Seit 70 Jahren sind Ehrenamtliche aus Leidenschaft und mit Begeisterung beim THW und leisten durchaus mit Stolz einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Sie sind jederzeit und gern dazu bereit, Menschen in Notsituationen zu helfen. Jederzeit, deutschlandweit und sogar weltweit. Ihr Lohn? Gelebte Kameradschaft, ein unvergleichliches Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Zusammenhalts innerhalb der großen THW-Familie und das zufriedenstellende Gefühl, Menschen in Notsituationen zu unterstützen und für ihre Leistungen Anerkennung, aber vor allem Dankbarkeit entgegen gebracht zu bekommen. Diese zwischenmenschlichen Erfahrungen und Erlebnisse, sind die wahren Schätze ihres Engagements und auch unserer Gesellschaft.  Gerade in Zeiten wie Diesen gewinnen die Einsätze der freiwilligen Helferinnen und Helfer an Bedeutung. Mit dem internationalen Tag des Ehrenamtes am 05. Dezember soll all jenen, die ehrenamtlich aktiv, sind gedankt werden und ihre Leistungen geehrt werden.

Bundesweit engagieren sich derzeit THW-Kräfte im Rahmen der vielfältigen Einsatzoptionen des THW an der Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus.

Doch was bewegt sie dazu, sich ehrenamtlich zu engagieren? Was macht ihre Tätigkeit beim THW für sie aus? Und was sagen ihre Familien und Arbeitgeber dazu?

Wir haben drei unserer Helferinnen und Helfer dazu befragt und stellen die Antworten hier vor.

Angela Geßner-Wenzel, Verwaltungsbeauftragte und ENT-Mitglied (ENT = Einsatznachsorgeteam), Mitarbeiterin einer Behörde in Erfurt:

"Ich wollte in meiner Freizeit etwas "Gutes tun". Ich wollte auch neue Menschen kennen lernen und daraus vielleicht Freundschaften schließen. Und das habe ich definitiv. Einige sind meine besten Freunde geworden und auch über das THW hinaus sind wir immer füreinander da. Mich macht es auch glücklich, wenn ich mich aktiv für etwas einsetzen kann. Das ich durch meine Arbeiten Menschen helfen kann, gerade im ENT.

Während meines ersten ENT-Einsatzes war ich am Anfang aufgeregt, weil es neu für mich war. Aber am Ende des Einsatzes war ich zufrieden. Ein Lächeln von den Helfern, eine Erfahrung mehr gesammelt zu haben, mir neues Wissen angeeignet zu haben, einfach das Gefühl, jemandem geholfen zu haben. Das hat mich zufrieden gestimmt. Kein Geld der Welt kann das ersetzen.

Meine Familie unterstützt mich dabei, indem sie mir den Rücken stärkt und manche Sachen abnimmt, die im Alltag so anfallen. Gerade, wenn ich an den Wochenenden unterwegs bin.

Ich arbeite in einer Behörde, bei der Ehrenamt groß geschrieben wird. Sie finden es sehr gut, dass ich beim THW bin."

Frank-Robert Heilmann, Gruppenführer der Fachgruppe Trinkwasserversorgung, Niederlassungsleiter der Niederlassung Erfurt der Kanal Türpe Gochsheim GmbH & Co. KG:

"Ehrenamt ist in der heutigen Zeit eine sehr wichtige und tragende Säule in unserer Gesellschaft.
In vielen Bereichen, wie beispielsweise im Rettungswesen, der Feuerwehr, in der Pflege oder anderen wichtigen sozialen Trägern, wäre ohne ehrenamtliches Engagement vieles nicht möglich.
Für mich bedeutet Ehrenamt, etwas Gutes zu leisten, Menschen in Notlagen zu helfen ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten und vor allem ein wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft zu sein.
Als Win-Win-Effekt bekommt man zusätzliches Wissen, verantwortungsvolle Posten und lehrreiche Aufgaben.
Der kameradschaftliche Teamgeist und starke Freundschaften, die dabei entstehen, beeindrucken mich immer wieder aufs Neue.


Durch meine berufliche Tätigkeit im Abwasserbereich und die Herausforderung beim THW im Trinkwasserbereich, kann ich immer auf beiden Seiten davon profitieren.
Die Faszination, weltweite Hilfe zu leisten und mit Spezialtechnik das Unmögliche möglich zu machen, konnte ich auch an meine Familie weiter geben. Meine kleine Tochter Luna, konnte dieses Jahr ihr Leistungsabzeichen der THW Jugend in Blau ablegen.


Und meine große Tochter Alina war bei uns Helferin in der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) und ist vor ein paar Monaten durch ihre Ausbildung nach Hamburg gezogen. Auch hier konnte sie im dortigen Ortsverband bei der Fachgruppe Wasserschaden/ Pumpen (FGr WP) Anschluss finden und ihrem Hobby weiter nachgehen.
Die Entscheidung dem THW beizutreten, haben wir alle 3 nie bereut."

André Pierstorf, Helfersprecher und Helfer in der Fachgruppe Führung und Kommunikation, Fluggerätemechaniker mit der Fachrichtung Triebwerkstechnik, eingesetzt als Teamleiter:

"Ich bin vor neun Jahren wegen der Arbeit von Neustrelitz nach Erfurt gezogen. Als ich mich im Job eingelebt hatte, dachte ich mir, dass ich jetzt was für die sozialen Kontakte tun muss. Affinität für große Technik war eh immer schon da, also habe ich mich beim THW umgeschaut. Und bin dabei geblieben, da ich die Möglichkeit bekommen habe, mir meinen Kindheitswunsch zu erfüllen, nämlich LKW zu fahren. Weil ich die Kameradschaft und die vielfältigen, sinnvollen Einsatzmöglichkeiten schätze und spannend finde, bin ich seit Februar 2014 im THW in Erfurt.

Meine Familie findet es sehr gut, dass ich meine Freizeit in dieser Form sinnvoll gestalte.

Mein Arbeitgeber stellt mich, so es die Auftragslage zulässt, gern für das THW frei. Die Kompetenzen, die ich im THW erlerne (Personalführung, Teamwork), sind auch in meinem Job gefragt. Das schätzt mein Arbeitgeber."


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