13.08.2020, von Sabrina Warmuth

36 Grad und das Wasser wird weniger....

Tropische Temperaturen und andauernde Hitzeperioden fordern nicht nur unsere Gemüter heraus. Der fehlende Regen und die somit vorherrschende Dürre sorgen dafür, dass das Trinkwasser knapp zu werden droht. Das Stichwort quasi für die Fachgruppe Trinkwasserversorgung.

Das Thema Nummer 1 in Deutschland ist die derzeit vorherrschende Hitzewelle mit teilweise schweren Folgen. Nicht nur Wald- und Feldbrände sind das Resultat einer langen Hitzeperiode. Auch das Trinkwasser wird durch die andauernden hohen Temperaturen, wenig Niederschlag und damit verbundene Trockenheit immer knapper.

Aktuell sind deshalb wieder mehrere Einheiten der Fachgruppe Trinkwasserversorgung (FGr TW) deutschlandweit unterwegs um Trinkwasser aufzubereiten, zu verteilen sowie zu transportieren.

Auch unsere Helferinnen und Helfer der FGr TW in Erfurt bereiten sich auf die verschiedensten möglichen Einsätze vor. Zum gestrigen Ausbildungsdienst wandt sich unser Gruppenführer der FGr TW zu Übungszwecken aufgrund der derzeitigen Lage mit folgendem Einsatzszenario an seinen Erkundungstrupp: 

„Ausfall des Trinkwassernetzes im Ortsteil Stotternheim. Erkunden von geeigneter Rohwasserquelle mit Aufbauplatz der Trinkwasseraufbereitungsanlage“

Der Erkundungstrupp machte sich deshalb in kürzester Zeit auf den Weg. Da der Einsatzbefehl wie im Falle eines realen Einsatzes unvorbereitet kam, machten sich die Einsatzkräfte während der Anfahrt zum Einsatzort über Landkarte und Google Maps ein Bild über die verschiedene Standorte der Seen und Zufahrtswege und fuhr den nächstgelegenen See mit der besten Zufahrtsmöglichkeit an. 

Vorort berechneten sie zunächst die Mengen an Wasser, die benötigt werden um für mindestens 14 Tage Trinkwasser aufbereiten können, mit durchschnittlich 300.000 Liter Bedarf an Wasser pro Tag. 

Im Anschluss zeichneten die Helferinnen und Helfer auf einer Skizze die verschiedenen Zuläufe des Sees, an dem sie sich befanden. Mit Hilfe des sogenannten Erkundungskoffers führten die Laboranten der FGr TW verschiedene Proben der Wasserqualität durch. Um das geprüfte Wasser schließlich als Trinkwasser bereitstellen und verteilen zu können, bedarf es eine regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität. Um dies gewährleisten zu können, wurde schließlich vor Ort auch ein Aufbauplatz errichtet und befestigt. Ein solcher Aufbauplatz muss mindestens 500 m² groß sein, weshalb der vorhandene freie Platz bei der Erkundung eines geeigneten Ortes für den Aufbauplatz der Trinkwasseraufbereitungsanlage ein wichtiger Parameter ist. 

Die gestrige Übung, für die beteiligten Einsatzkräfte unvorbereitet und somit nah angelegt an einen realen Einsatz, verlief sehr gut und absolut reibungslos. Die Helferinnen und Helfer der FGr TW arbeiteten sehr strukturiert und effektiv im Team zusammen. Der Gruppenführer Frank-Robert Heilmann ist mit der Arbeitsweise und dem Ergebnis der Übung äußerst zufrieden und die Übung zeigte, dass die Einsatzkräfte im Falle eines Einsatzes bestens vorbereitet sind. 


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